SELBSTSEIN.

/Einladung./ Hallo alle, mit der Einladung zum nächsten SALON kommt hier das Résumée des letzten SALONS zum Thema >SELBSTDARSTELLUNG:

Für mich ging es an jenem Abend immer wieder um diesen Unterschied: zwischen der DARSTELLUNG dessen, der oder die man ist, und einem bloßen SICHTBAR SEIN:

Bei einer DARSTELLUNG fertige ich ein mehr oder weniger passendes Bild von mir an und stelle damit die Behauptung in den Raum, ich sei damit identisch. Bei einem SICHTBAR SEIN “bin” ich einfach nur identisch mit mir und erlaube anderen, mir dabei zuzusehen. Das Eine schließt das andere offenbar aus. Denn sobald ich mich – wie auch immer – darstelle, bin ich nicht mehr bei mir bzw. habe ich den Modus des bloßen Seins schon verlassen. Es sei denn, ich “bin” eine Selbstdarstellerin…

Wir haben verschiedene Versuche einer Webseite gesehen, bei der die DARSTELLUNG dessen, was ich mache oder wer ich bin zunehmend abgelöst wird durch ein SICHTBAR SEIN dessen, was ich mache oder wer ich bin. Statt zu behaupten – “Ich mache Kommunikation” oder “Ich entwickele Lösungen” – mache ich einfach Kommunikation oder entwickele ich Lösungen. Gewissermaßen performativ. Für alle sichtbar und nachvollziehbar.

Diesen Ansatz möchte ich beim nächsten Mal anhand meiner Briefesammlung im Internet zeigen und diskutieren bzw. die Frage in den Raum stellen:

Was passiert eigentlich mit dieser mail, wenn ich sie hier poste? Was ändert sich damit? Was macht das mit diesem Brief? Was macht das mit mir? Und was macht das mit unserem SALON, der damit zur DARSTELLUNG kommt?

Ich freue mich, wenn Ihr wieder dabei seid!

Diesmal?

Am Montag, den 01.08.2016 um 20 Uhr. Bei schönem Wetter an der Isar, bei schlechtem Wetter im Turmzimmer.

Thema?

“SELBSTSEIN.”

Herzliche Grüße,
K.